Tag der Elektromobilität

Meine Worte zum Tag der Elektromobilität:

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde

ich freue mich total Sie hier heute begrüßen zu dürfen.

Ich bin leider nicht im Besitz eines Elektroautos, aber was heute nicht ist, kann sich morgen ja ändern, denn Elektroauto fahren macht was mit einem.

Das kann ich Ihnen sagen, weil ich schon manches Mal in einem E Auto bei einem Freund mitfahren durfte. Es weckt nicht nur das schlechte Gewissen, sondern auch durchaus den Neid und vor allem den Willen das eigene Fahrverhalten zu ändern.

Im Klimaschutzgesetz hat das Land Nordrhein-Westfalen sich verpflichtet die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu mindern.

Der motorisierte Straßenverkehr verursacht in Nordrhein – Westfalen 10 Prozent dieser Emissionen.

Nordrhein-Westfalen wird bis zum Jahr 2020 seine klimapolitischen Ziele erreichen, die Bundesregierung nicht.

Wissen muss man, dass die in den Abgasen enthaltenen Partikel und Stickoxide  das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen und  das Leben verkürzen.

Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2 ) ist in den Städten Nordrhein – Westfalens unverändert hoch.

An 60 von 127 Messstellen wird der EU-Grenzwert für die mittlere Jahresbelastung nicht eingehalten.

Besonders hoch belastet ist die Luft an starkbefahrenen Straßen in Ballungsräumen. Auch in Paderborn haben wir solche Ecken.

Wegen fortgesetzter Überschreitung des Stickstoffdioxidgrenzwertes in 29 Gebieten Deutschlands, allein 11 davon in Nordrhein – Westfalen, hat die Europäische Kommission ein EU-Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.

Ohne einen schnellen Wechsel zu einer emissionsfreien Mobilität wird es nicht gelingen, dass in den Städten Nordrhein-Westfalens die Stickstoffdioxid- Feinstaubgrenzwerte dauerhaft deutlich unterschritten werden.

Wir müssen also die Energiewende auf die Straße bringen, denn die Klimaschutzziele sind nicht zu erreichen ohne den Abschied vom Verbrennungsmotor. Ein Elektroauto zu fahren ist ein großer und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Nordrhein-Westfalen zählt zu den bedeutendsten Automobilstandorten Deutschlands: Rund ein Drittel der deutschen Zulieferindustrie ist in NRW ansässig. Die über 230 Betriebe des Fahrzeugbaus erzielten 2014 mit über 84.000 Beschäftigten einen Umsatz von 31,7 Milliarden Euro. Berücksichtigt man neben den direkten Zulieferern auch die indirekten Akteure – zum Beispiel die Hersteller von Metallerzeugnissen –, dann haben wir sogar 800 Unternehmen mit rund 200.000 Beschäftigten. Hier wird die gesamte Wertschöpfungskette vom Motor über das Getriebe bis hin zu Abgassystemen abgedeckt.

Die „Umweltfreundliche Mobilität“ ist mit etwa 70.000 Erwerbstätigen der zweitgrößte Teilmarkt der Umweltwirtschaft.

Insgesamt bewegt sich Nordrhein-Westfalen in der „Spitzengruppe“ der Bundesländer bei der Entwicklung der Elektromobilität. In Nordrhein-Westfalen sind bis zum 1. Januar 2017 4.163 Elektrofahrzeuge zugelassen worden (0,29%).

Und was wir nicht vergessen dürfen, die Zukunft unseres Planeten ist städtisch. Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass 90 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. International werden Mega-Cities die Entwicklung prägen. Auch in Deutschland wachsen die Städte dank überregionaler und auch internationaler Zuwanderung.

Zusammen mit dem Umland entstehen dichtere und größere urbane Gebiete. Dies wird die Mobilität der Zukunft deutlich verändern.

Den heutigen Platz, den unser Verkehrssystem den eigentlichen Stehzeugen zur Verfügung stellt, werden die Fahrzeuge nicht mehr bekommen. Der Fuß- und Radverkehr wird an Bedeutung gewinnen. Für die Fahrten zwischen den kleinen und großen Siedlungszentren werden hochwertige Systeme des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs benötigt. Für die Mobilitätsbedürfnisse dazwischen braucht es Fahrzeuge die sauber sind, wenig Platz benötigen, sich respektvoll im urbanen Raum bewegen können und die einfach zu bedienen sind. Hierauf müssen sich alle Mobilitätsanbieter einstellen, aber besonders die Autohersteller, denn ohne Elektroantrieb wird auch das autonom fahrende Auto von morgen nicht mehr in die Stadt kommen.

Der NRW-Landesregierung ist die Elektromobilität aufgrund ihrer hohen wirtschafts-, verkehrs- und umweltpolitischen Bedeutung sehr wichtig. NRW soll zum bundesweiten Vorreiter bei der Elektromobilität werden.

Es sind folgende Ziele formuliert:

  • In Nordrhein-Westfalen sollen bis 2020 mindestens 250.000 zukunftsfähige Fahrzeuge mit elektrischem Antriebsstrang fahren.
  • Elektromobilität soll einen Beitrag zu einem nachhaltigen Verkehr und damit zum Klima- und Immissionsschutz leisten (regenerative Energien, CO2 , NOx , Feinstaub).
  • Die Strategie für die Entwicklung der Elektromobilität ist in ein inter- und multimodales Konzept zukünftiger Verkehrs und Transportsysteme einzubinden.
  • Bei Unternehmen und Verbrauchern ist für Akzeptanz gegenüber neuen Mobilitätskonzepten zu werben.

Und deswegen finde ich es ganz großartig, was hier heute in Altenbeken passiert und danke den Altenbekenern Grünen und ganz besonders Andreas Driller für sein Engagement.

Und damit wir unserer Verantwortung gerecht werden, bedarf es starker Grüne in NRW!

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