Kein Leben ohne Bienen

Ihr alle kennt das Kinderlied „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ von Hoffmann von Fallersleben. Leider ist das Versprechen, das wir den fleißigen Nektarsammlerinnen schon in der ersten Strophe geben, längst gebrochen: „Ei, wir tun dir nichts zuleide, flieg nun aus in Wald und Heide“. Denn wir tun den Bienen nach wie vor viel zuleide – ja, wir sind nach wie vor auf einem regelrechten Vernichtungsfeldzug gegen sie.

Diskussionen über Blühstreifen an Wegrändern, abgepackte Saatmischungen mit Namen wie „Bienenweide“ und auch das geplante Bienen-Volksbegehren in NRW erfüllen mich zwar mit Freude. Aber diese Maßnahmen sind letztlich nur ein Herumgedoktere an den Symptomen, aber keine Therapie für die Krankheit. Wir müssen dazu übergehen, alle politischen Entscheidungen, alle Maßnahmen der Raumordnung und alle Förderungen besonders im landwirtschaftlichen Bereich mit einer ganz besonders entscheidenden Frage zu durchleuchten: Wie sehr schadet es der Umwelt, den Insekten und damit den Bienen?

Heute ist nicht nur Weltbienentag. Der 20. Mai ist auch der Tag der Parke. Ein weiteres Mal rufe ich darum heute dazu auf, unseren Hotspot der Artenvielfalt nicht aus den Augen zu verlieren. Sondern mehr denn je für einen Nationalpark Senne die Stimme zu erheben. Denn der Schutz dieses einmaligen Naturgebiets wird immer wichtiger.

Eines Tages, davon bin ich fest überzeugt, werden wir an einem 20. Mai groß feiern können. Dann feiern wir den Nationalpark Senne – und mit ihm eine gute Tat für die vielen Honig- und Wildbienenarten in unserer Region.

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