One Billion Rising

In den letzten Jahren hieß es: Tanzt, geht auf die Straße, werdet sichtbar! Werdet laut! Denn bei der weltweiten Kampagne „One Billion Rising“ geht es um das Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Und das können wir erreichen, wenn sich eine Milliarde Frauen auf der ganzen Welt auf diese Weise am 14. Februar Gehör verschaffen.

Doch wie vieles ist auch dies in diesem Jahr anders.

Eine Milliarde – das klingt sehr viel. Und das ist es leider auch. Denn rund ein Drittel aller Frauen und Mädchen werden in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Und das sind leider eben eine Milliarde Menschen. Aber wir sind auch viele: Hunderttausende Frauen in tausenden Organisationen in vielen Ländern weltweit, unterstützen die Bewegung.

Gewalt an Frauen: Das sind oftmals Tritte und Schläge. Das ist vielfach sexuelle Gewalt. Es gibt schlimme Formen von psychischer Gewalt. Und wir erleben tödliche Gewalt. Jeden Tag wird irgendwo auf der Welt eine Frau getötet – einfach nur, weil sie eine Frau ist. Und mit One Billion Rising wird ein deutliches Zeichen gesetzt um auf diese Gewalttaten aufmerksam zu machen.

Gewalt an Frauen bedeutet sehr oft auch Gewalt an Kindern – seelisch wie körperlich. Hinter dem sperrigen Ausdruck „Kindeswohlgefährdung“ stehen oft fürchterliche Tragödien, die junge Menschen für ein ganzes Leben verletzen.

Wir befinden uns inmitten einer steigenden Flut von Rechtsnationalismus, weißer Vormachtstellung, Faschismus, Tyrannei, Hass auf Einwanderer, Frauenfeindlichkeit, Femizide, Homophobie, Transphobie, Unternehmensgier und Klimazerstörung. Wir werden Faschisten, Vergewaltiger, Klimaleugner und Plünderer nicht auf ihrem niedrigen Niveau schlagen. Wir werden niemals so grausam, gierig oder mörderisch sein. Wir werden uns nicht durch Zynismus, Hass, Spaltung und Zerstörung erniedrigen lassen. Aber: Wir erinnern uns immer wieder gegenseitig daran, dass wir die Vielen sind und die Schwingung durch Aktion, Kunst, Verbindung, Vorstellungskraft und Liebe erhöhen können.

Darum seid dabei! Verlasst eure Komfortzone. Lasst euren Protest sichtbar werden, im Netz, im Freundeskreis, einfach überall!

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