... und diese am 20.6.
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Liebe Freundinnen und Freunde,
wenn wir ehrlich sind, dann spüren viele Menschen in unserem Land eine wachsende Verunsicherung.
Kriege in Europa, die Klimakrise, gesellschaftliche Spaltung und ein immer rauerer Ton in unserer Debatte machen vielen Menschen Sorgen. Und viele Eltern stellen sich eine Frage:
Wird es meinen Kindern einmal besser gehen als mir?
Genau diese Frage muss der Maßstab unseres politischen Handelns sein.
Denn Politik entscheidet nicht nur über Gesetze und Haushalte. Politik entscheidet darüber, in welcher Welt unsere Kinder aufwachsen.
Die aktuelle UNICEF-Studie zeigt deutlich: Das Wohlbefinden vieler Kinder und Jugendlicher steht unter Druck. Psychische Belastungen nehmen zu, Chancen sind ungleich verteilt und noch immer hängt die Zukunft eines Kindes zu stark von seiner Herkunft ab.
Das dürfen wir nicht akzeptieren.
Kinderrechte müssen Leitlinie unseres Handelns sein.
Jedes Kind hat das Recht, sicher aufzuwachsen. Jedes Kind hat das Recht, gehört zu werden. Und jedes Kind hat das Recht, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Besonders dort, wo Kinder auf den Schutz unseres Staates angewiesen sind: in der Kinder- und Jugendhilfe. Bei Pflegekindern. Bei Kindern, die schwierige Erfahrungen gemacht haben und auf Erwachsene vertrauen müssen.
Doch vielerorts fehlen Fachkräfte, Pflegefamilien und ausreichende Unterstützung. Wer Kinderrechte ernst meint, muss deshalb die Kinder- und Jugendhilfe stärken und dafür sorgen, dass kein Kind durch die Maschen unseres Hilfesystems fällt.
Eine Gesellschaft zeigt ihren Charakter nicht daran, wie sie mit den Starken umgeht.
Sondern daran, wie sie für die Kinder sorgt, die Schutz brauchen, und für die älteren Menschen, die auf unsere Unterstützung vertrauen.
Aber Kinder brauchen mehr als Schutz. Sie brauchen Hoffnung.
Und Hoffnung entsteht dort, wo Politik eine Vorstellung davon hat, wie ein gutes Morgen aussehen kann.
Ich wünsche mir ein Morgen, in dem Kinder noch einen Igel im Garten entdecken können.
Ein Morgen, in dem der Kiebitz nicht nur ein Bild im Schulbuch ist.
Ein Morgen, in dem Artenvielfalt, sauberes Wasser und gesunde Böden selbstverständlich sind. Denn Biodiversität ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage unseres Lebens.
Ich wünsche mir aber auch ein Morgen, in dem Kinder ohne Angst verschieden sein dürfen. In dem Menschenwürde, Vielfalt und Demokratie selbstverständlich sind.
Unsere Kinder erleben die Krisen dieser Zeit und spüren die Unsicherheit der Erwachsenen.
Darauf dürfen wir nicht mit Angst antworten.
Unsere Antwort muss Hoffnung sein.
Die Hoffnung auf eine gerechte, lebenswerte und demokratische Zukunft.
Und die Hoffnung auf ein Land, in dem jedes Kind selbstbestimmt, sicher und frei aufwachsen kann.
Stellen wir deshalb Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt unserer Politik. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Heute. Jetzt.
Denn jedes Kind hat nur eine Kindheit.
Und jedes Kind hat ein Recht auf Zukunft.
Auf Selbstbestimmung.
Auf Sicherheit.
Auf Freiheit.
Dafür machen wir Politik.
Vielen Dank.

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