Wildnisgebiete in der Egge - endlich!

Meine Lieben,
die Wildnisentwicklungsgebiete in der Egge sind endlich da. Hier ist meine Pressemitteilung dazu, die ich noch am Abend der Bekanntgabe an die Medien versandt habe.
Mehr Raum für Natur: Wildnisentwicklungsgebiete stärken die Egge
Mit der heutigen Bekanntgabe der neuen Wildnisentwicklungsgebiete setzt Nordrhein-Westfalen ein wichtiges Zeichen für den Schutz seiner Wälder und für mehr biologische Vielfalt. Auch die Egge profitiert davon.
„Die Egge ist ein einzigartiger Naturraum. Mit den neuen Wildnisentwicklungsgebieten geben wir Teilen dieses wertvollen Waldes die Chance, sich wieder stärker nach den eigenen Gesetzmäßigkeiten der Natur zu entwickeln. Das ist ein Gewinn für die Artenvielfalt, für den Klimaschutz und für kommende Generationen“, erklärt die Grüne Landtagsabgeordnete Norika Creuzmann.
Wildnisentwicklung bedeutet dabei vor allem eines: Natur darf Natur sein. Bäume können alt werden, absterben und als Totholz weiter Lebensraum bieten. Auf diese Weise entstehen Strukturen, von denen zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten profitieren. Gerade alte Buchenwälder wie in der Egge sind dafür von besonderer Bedeutung. Im Gebiet finden sich unter anderem Lebensräume für Schwarzstorch, Schwarz- und Grauspecht, Rotmilan und verschiedene Fledermausarten.
„Wir wissen heute, dass wir dem Verlust der biologischen Vielfalt nicht mit einzelnen kleinen Naturschutzprojekten begegnen können. Wir brauchen zusammenhängende Räume, in denen natürliche Prozesse stattfinden können. Die Egge bietet dafür hervorragende Voraussetzungen“, so Creuzmann weiter.
Die Abgeordnete betont: „Naturschutz und eine nachhaltige Forstwirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen beides: Wälder, die nachhaltig und klimaangepasst bewirtschaftet werden und Flächen, auf denen wir bewusst nichts tun. Gerade dieser Wechsel zwischen Nutzung und natürlicher Entwicklung macht eine zukunftsfähige Waldstrategie aus.“
Die Diskussion um die Egge müsse deshalb sachlich geführt werden. „Wildnisentwicklung ist kein Angriff auf die Menschen vor Ort und auch kein Etikett für einen Nationalpark. Es geht darum, wertvolle Waldlebensräume dauerhaft zu sichern. Das Land trägt hier Verantwortung für einen Naturraum, der weit über die Region hinaus Bedeutung hat und ist so der Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 einen Schritt nähergekommen.“
Für Creuzmann ist die heutige Ausweisung deshalb auch ein Auftrag für die Zukunft: „Mit der heutigen Entscheidung ist nicht das Ende, sondern ein wichtiger weiterer Schritt erreicht. Wir sollten genau beobachten, wie sich die Flächen entwickeln, wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen und dort, wo es fachlich sinnvoll ist, weitere geeignete Waldflächen für natürliche Entwicklung sichern. Die Egge verdient diesen langfristigen Blick.“

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