Wundervolle Artenschutzkonferenz
- 31. Mai
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Bielefeld. Martin Adamski, Bielefelder Dezernent für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz und Gesundheit, brachte des auf den Punkt: Wenn Maßnahmen wie der Netzausbau oder Straßen von „überragendem Interesse“ sein können – warum dann nicht auch Maßnahmen des Naturschutzes? Bei der ersten Artenschutzkonferenz OWL in Bielefeld gingen am Samstag über hundert Teilnehmende gemeinsam mit hochkarätigen Referierenden akuten Fragen rund um die Biodiversität nach.
Dann auch wenn das Land NRW viele Anstrengungen übernimmt, die Umweltstaatssekretär Viktor Haase ausführlich erläuterte, galt allen Vortragenden der Naturschutz als hoch gefährdet. Dies unterstrich vor allem die abschließende Podiumsdiskussion, bei der der Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Dr. Jan-Niclas Gesenhues Überlegungen, die Ausgleichspflicht bei Eingriffen in die Natur aufzuweichen, eine deutliche Absage erteilte. Sein Credo lautet, über die Ausgleichsmaßnahmen einen bundesweiten Biotopverbund zu schaffen. In ihren Aussagen lagen auch Jürgen Albrecht, Vorsitzender des NABU Bielefeld, Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz OWL, Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND NRW und Antonius Tillmannvom landwirtschaftlichen Bezirksverband OWL nicht weit auseinander. Die Vorträge von Steffi Strotdrees (Bioland-Landwirtin), Peter Rüther (Bielefelder Netz für Blütenbesucher „BieNe“), Fiona Holthus (Stiftung Westfälische Kulturlandschaft) und
Jan Preller (Förster) hatten die volle Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden. Dr. Tanja Busse (Moderation) führte mit hoher Expertise durch den Tag.
Artenschutz und Biodiversität müssen in der Politik wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen – so lautete das Fazit der beiden GRÜNEN Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann aus Paderborn und Christina Osei aus Bielefeld, die die Veranstaltung gemeinsam organisierten.

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