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Zum Tag des Waldes



Kennen Sie die Abkürzungen FSC oder PEFC? Diese Buchstaben stehen für Forest Stewardship Council bzw. Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes. Beides sind Zertifikate, die mehr oder weniger gelungen eine nachhaltige Forstwirtschaft auszeichnen. Wenn ich aber diesen Zertifikaten begegne, dann sehe ich den Wald durch die Brille seines Eigentümers, der nur eins im Sinn hat, nämlich möglichst viel Geld aus dem Holz herauszuholen. Wie nachhaltig es ist, auf Fichtenmonokulturen zu setzen, haben die trockenen Sommer gezeigt. Zwei Dürrephasen, und riesige Wälder werden in kurzer Zeit zum Fraß des Borkenkäfers.


Für mich bedeutet der heutige Tag des Waldes darum etwas ganz anderes. Er steht für ein einmaliges Naturerbe. Er steht für den Schutz unserer Artenvielfalt. Und er steht für die Menschen, die im Wald Erholung finden in schweren Zeiten durch Corona und Krieg in Europa. Diesen Wald müssen wir schützen, wir müssen ihn fit machen für den Klimawandel. Die Zeit drängt: Nach eigentlich beruhigend nassem Jahresauftakt meldet der Deutsche Wetterdienst die ersten Rekordtemperaturen schon im März bei gleißender Sonne. Just zu Beginn der Vegetationsperiode kündigt sich erneut Trockenheit an. Ich bin in tiefer Sorge um die Zukunft unserer Wälder. Sie werden in mancherlei Hinsicht gestresst und der pausenlose Einschlag macht es nicht besser.


Lasst die Wälder wieder Wälder sein. Bäume verschiedenster Arten und jeden Alters. Grün, tief, schattig und verwunschen. Unsere Kinder werden es uns danken.


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